Anwendungsfälle

Wo wir über die übliche Beratung hinausgehen

Drei Mandate aus der Praxis, dazu anonymisierte Fälle aus Finanzierung, Förderung und Vergabe.

Kupferstich eines Dorfes in Oberschwaben mit Bauernhäusern und Hügeln, am Ortsrand eine neue Sporthalle in Messing
Illustration mit KI erstellt

Referenzen

Drei Mandate aus der Praxis

Je eines aus Investition, Förderung und Vergabe. Die Gemeinden bleiben ungenannt, solange dafür keine Freigabe vorliegt. Weiter unten stehen daneben Fälle, die unser Vorgehen beschreiben.

Investition

Gemeinde in Südbaden

Kommunales Vorhaben

Eine Investition wird erst beschlussfähig, wenn Kosten und Alternativen nebeneinanderliegen. Für dieses Vorhaben haben wir die Investitionskosten aufbereitet, die Planungsvarianten gegeneinander gerechnet und daraus die Vorlage für den Gemeinderat erstellt.

  • Aufbereitung der Investitionskosten
  • Rechnerischer Vergleich der Planungsvarianten
  • Beschlussvorlage für den Gemeinderat

Förderung

Gemeinde in Südbaden

Ortskern-Entwicklung

Vier Bausteine sollten den Ortskern beleben, von der ärztlichen Versorgung bis zum Wohnen im Alter. Jeder Baustein folgt eigenen Förderregeln, deshalb entstand für jeden ein eigener Antrag mit eigener Kostenschätzung. Eine zweite Förderschiene für den Holzbau lief daneben.

  • Ärztehaus, Senioren-Tagespflege, Senioren-Wohngemeinschaft und barrierefreies Wohnen
  • Getrennter Antrag je Baustein, jeder mit eigener Kostenschätzung nach DIN 276
  • Zweite Förderschiene über die Holzbauoffensive des Landes

Vergabe

Gemeinde in Nordbaden

Neubau eines viergruppigen Kindergartens

Die Gemeinde wollte Planung und Bau als eine Leistung vergeben und dabei mehr werten als den Preis. Das Verfahren lief als öffentliche Ausschreibung nach VOB/A, der Zuschlag hing an fünf gewichteten Kriterien.

  • Öffentliche Ausschreibung nach VOB/A, erstellt und begleitet bis zum Zuschlag
  • Planung und schlüsselfertige Errichtung in Holzbauweise als Gesamtleistung
  • Fünf gewichtete Zuschlagskriterien neben dem Preis, darunter Termintreue und Nachhaltigkeit

Details zu jeder Referenz erläutern wir im Gespräch.

Fall 1 · Finanzierung ohne neue Schuld

Wenn der Kreditrahmen erschöpft ist

Drei Gemeinden eines Landkreises stehen vor demselben Kita-Neubau. Keine kann weitere Kredite aufnehmen. Statt die Vorhaben einzeln zu verschieben, bündeln wir die Neubauten zu einem Portfolio von rund 25 Millionen Euro. In dieser Größe wird es für institutionelle Anleger interessant, für Versorgungswerke und Versicherer, die seit 2025 eine eigene Infrastrukturquote von fünf Prozent halten dürfen.

Jede Gemeinde vergibt ein Erbbaurecht und mietet ihr Gebäude zurück. Die neue Schuld erscheint nicht in der kommunalen Bilanz. Solche Modelle haben einen wunden Punkt, nämlich die Frage, wem das Gebäude nach 25 Jahren gehört. Die Ankaufsoption verhandeln wir deshalb gleich in den Erstvertrag, nicht erst in die Verlängerung, wenn die Gemeinde in der schwächeren Position sitzt.

Fall 2 · Förderung, die am Eigenanteil hängt

Die Zusage ist da, das Eigenkapital fehlt

Eine Gemeinde will ihre Schule sanieren und das marode Hallenbad gleich mit. Für den Eigenanteil fehlt das Geld. Hier zahlt sich die systematische Förderung aus. Die VwV SchulBau des Landes und das Bundesprogramm für Schwimmbäder greifen ineinander, letzteres mit bis zu 45 Prozent und bei bestätigter Haushaltsnotlage bis 75. Welche Kombination der Wortlaut der Richtlinien zulässt, prüfen wir vorab.

Bleibt eine Lücke, bringen wir eine Stiftung ins Spiel, die zweckgebundenes Vermögen in der Bildungsimmobilie anlegt. Auch dieser Weg hat seinen Preis. Den benennen wir, bevor er im Rat zur Überraschung wird. So steht am Ende eine Finanzierung, die der Gemeinderat mit offenen Augen beschließt.

Fall 3 · Vergabe unter Zeitdruck

Tempo, das einer Prüfung standhält

Eine Kommune muss schnell vergeben und fürchtet zugleich die Rüge. Seit Juli 2026 sind Direktvergaben bis 50.000 Euro möglich, bei jungen Unternehmen bis 100.000. Diesen Spielraum nutzen wir, wo er trägt, und führen die größeren Lose durch das passende Verfahren. Die Vergabeakte entsteht dabei Schritt für Schritt mit dem Verfahren.

Das wiegt schwer, seit das Bundesverwaltungsgericht unterlegenen Bietern Einsicht in die Bewertung ihres eigenen Angebots zugesteht. Eine saubere Begründung je Angebot nimmt dem Nachprüfungsverfahren den Angriffspunkt, bevor es überhaupt entsteht.

Unser Werkzeug

Die eigene Förderdatenbank

Möglich macht das unter anderem eine eigene Förderdatenbank. Für den kommunalen Hochbau in Baden-Württemberg bündelt sie die relevanten Programme von Land, Bund und EU. Jedes ist nach Gebäudetyp und Maßnahme erschlossen, mit Frist, Quote, Höchstbetrag und Kumulierbarkeit, jedes Quartal gegen die Primärquellen abgeglichen.

So steht in Minuten fest, welches Programm zu einem Vorhaben passt und welche sich kombinieren lassen. Reicht ein Fall über unser eigenes Wissen hinaus, holen wir die passende Fachkraft aus unserem Netzwerk dazu.

Vertiefungen

Vier Dokumente in voller Tiefe

Wie unsere Entscheidungsgrundlagen konkret aussehen, zeigen vier Vertiefungen. Alle vier stammen anonymisiert aus unserer Beratungspraxis. Die Gemeinden sind nicht benannt, Beträge und Termine gerundet.

Anonymisiert aus der Beratungspraxis

Wirtschaftlichkeitsberechnung für einen kommunalen Grundstückserwerb

Eine Gemeinde prüft den kreditfinanzierten Erwerb einer vermieteten Gewerbe- und Wohnimmobilie. Das Rechenmodell nach NKHR Baden-Württemberg führt von den Annahmen über Abschreibung und Tilgungsplan bis zu Deckungsgraden, Stellhebeln und Buchungssätzen. Alle Beträge stammen unverändert aus dem Beratungsfall.

Zum Praxisbeispiel

Anonymisiert aus der Beratungspraxis

Haushaltsaudit für eine Gemeinde mit 2.400 Einwohnern

Der Ergebnisbericht eines kommunalen Haushaltsaudits. Die Reifegrad-Analyse führt über zehn Prüffelder in vier Ebenen zum Gesamt-Index mit Ampel, zu Wirkketten und zu einem priorisierten Maßnahmenplan. Gerechnet hat ihn dasselbe Werkzeug, das in jedem Audit zum Einsatz kommt.

Zum Haushaltsaudit

Anonymisiert aus der Beratungspraxis

Ein Förderpfad für die Bürgerhaus-Sanierung

Eine Gemeinde will ihr Bürgerhaus energetisch sanieren und barrierefrei machen. Der Förderpfad sortiert die Programmebenen von Land, Bund und EU, erklärt die Kumulierungslogik und legt den Antragsfahrplan über ein Jahr. Die genannten Programme sind real, der Investitionsrahmen ist gerundet.

Zum Förderpfad

Anonymisiert aus der Beratungspraxis

Ein Vergabefahrplan für den Kita-Anbau

Für den Anbau an die Kita nutzt die Gemeinde die seit Juli 2026 erweiterten Spielräume. Der Fahrplan zeigt die Verfahrenswahl je Los, die Meilensteine von der Auftragswertschätzung bis zum Zuschlag und die Vergabeakte, die dabei Schritt für Schritt entsteht.

Zum Vergabefahrplan

Steht bei Ihnen ein Vorhaben an?

Schildern Sie uns Ihre Lage. Wir sagen Ihnen offen, wo wir den Hebel sehen.

Kontakt aufnehmen